Stylische Unterkünfte
Städtetrip oder Natururlaub? In Füssen muss man sich nicht für eine Variante entscheiden, denn hier geht beides. Im mittelalterlichen Stadtkern kann man entspannt durch enge Gassen schlendern, Museen entdecken oder einfach die Sonne auf einer Caféterrasse genießen. Und weil die Stadt direkt am Alpenrand liegt, bietet sie gleichzeitig Naturbegeisterten unendlich viele Möglichkeiten, um draußen aktiv zu sein: Spaziergänge entlang der Seen, eine Schiffstour auf dem Forggensee, mit der Bergbahn zum Sonnenbad mit Panoramablick. Urlaubsluxusmomente sind das.
Wer für diesen besonderen Füssen-Mix die passende Unterkunft sucht, wird unter anderem bei den folgenden drei Gastgebern fündig. Sie bieten Häuser oder Ferienwohnungen, die am Puls der Stadt sind und gleichzeitig ganz naturnah. Hier geht man morgens barfuß durch die Räume, öffnet die Fenster und hat wahrscheinlich erst einmal gar nichts anderes vor, als einfach die Zeit zu genießen. Orte zum Ankommen und einfach: Sein.
1. Eine Welt für sich:
Ohne Wanderschuhe, Höhenmeter und Schweißausbrüche echtes Hüttenfeeling genießen? Wer seine Erholung in den Bergen lieber ganz entspannt mit einem Glas Wein anstatt mit Muskelkater in den Waden beginnt, ist in Thomas Scheibels Ziegelberg Chalets genau richtig. Er ist kein Hüttenwirt, sondern Bauingenieur und hat nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt zwei luxuriöse Chalets am Waldrand gebaut - die steile Bergkulisse des Säulings im Hintergrund inklusive. Und das, obwohl er als leidenschaftlicher Surfer eher auf dem Wasser als in den Bergen Urlaub macht.
„Als Gastgeber war ich bislang branchenfremd, aber ich kenne mich mit Bauen und Häusern sehr gut aus und wollte auf diesem über 100 Jahre alten Familiengrundstück etwas besonders Schönes schaffen. Einen Ort, an dem es an nichts fehlt und an dem sich die Gäste wirklich wohlfühlen und sofort runterkommen können." Thomas Scheibels Ziel: Die hochwertigsten Ferienwohnungen von Füssen zu bauen.
Die 5-Sterne-zertifizierten Chalets verbinden das Beste aus zwei Welten: Rückzug und Geborgenheit wie auf einer Hütte mit der Nähe zu Restaurants, Cafés und dem kulturellen Leben der Stadt. Schon die Anreise ist entspannt, die überdachten Parkplätze liegen direkt unterhalb der beiden Häuser. Ein paar Stufen nach oben und schon ist man in einem anderen Universum: Warmes Altholz, edle Materialien, klare Linien, modernste Technik. Thomas Scheibel hat nichts dem Zufall überlassen und alles bis ins kleinste Detail durchdacht, so können Eltern zum Beispiel vom Essbereich und von der Sauna aus den Pool im Blick behalten, wenn die Kinder im Freien sind.
„Auch bei der Ausstattung ist alles handverlesen. Jede Tasse, jeden Löffel habe ich selbst ausgesucht. Die Blumen für die Bilder habe ich vor dem Haus gepflückt und getrocknet, damit auch im Winter ein bisschen Sommerflair mitschwingt. Wir haben Regenschirme und Bademäntel mit unserem Logo besticken lassen. Es ist fast schon eine Obsession, aber ich möchte einfach, dass alles sehr hochwertig ist", definiert Scheibel seinen Anspruch.
Der größte Luxus sind die großen Panoramafenster – sie holen die Natur mitten hinein in die kaminbeheizte Stube: Landschaftskino vom Sofa, vom Bett, von der Badewanne oder der Sauna aus. Scheibel hat extra ein Grundstück zusätzlich erworben, damit der Blick auch in Zukunft unverbaut bleibt. Der Name der beiden Häuser ist übrigens wörtlich zu nehmen: Vom Chalet Schlossblick ist mit Neuschwanstein das Schloss der Schlösser zu sehen, vom Chalet Waldblick der Forst in Richtung Galgenbichl, ein artenreiches Naturkleinod mit Geschichte.
Als sich der Tag langsam zum Ende neigt, huschen vor dem Haus Rehe durch den Schnee. Auf der Terrasse ist es jetzt ganz still - und dank der Außen-Infrarotstrahler sogar warm. Zwar bleibt die aus Naturstein geschlagene Außenbadewanne wärmeren Jahreszeiten vorbehalten, dafür genießen die Gäste des Chalets Schlossblick im Winter den auf 30 Grad geheizten Outdoor-Pool.
Drinnen knistert und knackt das Holz im Ofen und die von Scheibel ausgesuchten Weine mit eigenem Label, die dank Weinklimaschrank auf Serviertemperatur sind, machen die (Hütten-)Auszeit perfekt. Wer aus dieser Behaglichkeit abends nicht mehr raus will, kann in der voll ausgestatteten Küche selbst ein Menü zaubern, draußen grillen oder sich etwas Feines liefern lassen.
Ab und an gönnt sich der Füssener auch selbst eine Verschnaufpause in einem seiner Chalets, am liebsten im Waldblick. „Es ist einfach toll, sich das Kaminfeuer anzumachen und diese Ruhe zu genießen. Ich gehe selbst gerne in die Sauna und hier im Haus habe ich sie ganz für mich allein. Und morgens aufzuwachen und vom Bett aus in die Natur zu schauen, das liebe ich einfach."
Allerdings hat er diese Möglichkeit nur selten, denn seit der Eröffnung im Juli 2025 sind die Chalets stark nachgefragt. Selbst nach so kurzer Zeit hat Scheibel schon Stammgäste: „Viele buchen vom Haus aus direkt ihren nächsten Urlaub. Einige Gäste waren auch schon mehrmals da, um die Chalets zu verschiedenen Jahreszeiten auszutesten."
Paare, Familien, Geschäftsleute - sie alle genießen nicht nur die hochwertige Ausstattung, sondern auch die Verbindung von Natur und Ruhe mit Stadtnähe. Auch Hunde sind willkommen, auch wenn Scheibel das nicht explizit bewerben wollte: „80 Prozent unserer Gäste reisen mit Ihrem Hund an, deshalb haben wir vom Hundebett bis zum Napf alles hier."
Damit sich seine Gäste rundum betreut fühlen können, hat der Gastgeber ein kleines Team, das vom Empfang, 24-Stunden-Service während des Aufenthaltes bis hin zu Reparaturen das Rundum-Sorglos-Paket bietet. Zukünftig will er noch mehr Angebote wie Mietfahrräder oder Kutschfahrten anbieten. Für einen zusätzlichen Frühstücksservice kooperiert Scheibel mit einem Partnerhotel, wo seine Gäste den Tag entspannt beginnen können.
Alltagsgedanken verflüchtigen sich hier ganz schnell. Einfach Füße hochlegen und der Ruhe lauschen - und hoffen, dass es bis zur nächsten Anderszeit unter dem Füssener Sternenhimmel nicht mehr allzu lange hin ist.
2. Herzklopfen mit Altstadtblick:
Auf geht's zum nächsten stylischen Spot - direkt am Lechufer neben der Schiffwirtschaft. Die Theresienbrücke führt von der Altstadt mit dem ehemaligen Kloster Sankt Mang über den Lech in die Schwangauer Straße. Für viele Einheimische war das Haus mit der Nummer 3 früher ein beliebter Treffpunkt, doch dazu später.
Das Gebäude mit der schlichten Holzfassade wirkt von außen eher unscheinbar, doch innen ist es eine kleine Offenbarung. Das moderne Loft mit viel Freiraum zeigt in vielen Details noch den historischen Ursprung des Gebäudes. Besitzerin Viktoria Mayer hat die 200 Quadratmeter große Wohnung sehr hochwertig und ganz nach ihrem Geschmack eingerichtet und wollte ursprünglich selbst hier einziehen - doch dann kam die Liebe dazwischen. Ein halbes Jahr nach dem Kauf lernte sie ihren heutigen Mann kennen und verließ Füssen.
„Am Anfang war ich mir nicht sicher, ob ich die Wohnung wirklich an Urlaubsgäste vermieten möchte. Doch ich finde das Haus und die Lage am Lech mit der Aussicht auf die Altstadt so schön und deshalb freut es mich, wenn sich auch andere Menschen in dieser tollen Atmosphäre entspannen und wohlfühlen“, sagt Viktoria Mayer. Doch gerne blockt sie zusammen mit ihrem Partner immer wieder ein paar Tage im Buchungskalender, damit sie beide diesen besonderen Rückzugsort auch selbst genießen können.
Das Haus ist ein kleiner Fundus an Stadtgeschichten. Es ist bereits 1432 erbaut worden und beherbergte Händler und Flößer. Denn für lange Zeit war der Lech die wichtigste Lebensader der Stadt und sogar der Hauptgrund, dass hier überhaupt Menschen siedelten. Bereits die Römer sollen ihre Waren und Waffen auf dem „grünen Wilden“ von Füssen nach Augsburg geflößt haben, im Mittelalter zählte der Lech zu den bedeutenden Wasserstraßen im Land. Da der Fluss ab Füssen floßtauglich war, konnten Händler und Reisende in Richtung Norden auf dem Wasser weiterkommen. So war die Flößerei wohl die älteste Zunft der Stadt und lange Zeit ein wirtschaftlich sehr bedeutsames Handwerk.
Im 20. Jahrhundert war in dem Haus das Café Eichhorn beheimatet, das dem gleichnamigen Jazzmusiker Max Eichhorn gehörte, der in den 1950er Jahren aus Kaufbeuren nach Füssen gekommen und das Haus gemietet hatte. Jahrzehntelang war es ein beliebter Treffpunkt und als Quelle für das beste Eis der Stadt bekannt. An warmen Sommertagen sollen die Leute bis zur Lechbrücke für Eichhorns Eis angestanden haben und so mancher Einheimischer erinnert sich daran, sich hier als Jugendlicher mit der ersten großen Liebe verabredet zu haben.
Fassade und Dach des Gebäudes sind denkmalgeschützt und restauriert. Auch im Innern hat die Vorbesitzerin von Viktoria Mayer alles aufwändig saniert und zudem wertvolle Details herausarbeiten lassen, um den historischen Charme der Räume zu erhalten. So ist der loftartige Charakter der Wohnung von den Holzbalken geprägt, an denen sich vor der Sanierung schon der Holzwurm zu schaffen gemacht hatte und an mehreren Wänden sind die Lechbruchsteine der alten Mauer freigelegt. „Manchmal sehen die Steine aus, also seien sie nass, aber das ist glücklicherweise nicht der Fall. Sie wirken einfach so intensiv und solche Details machen das Haus richtig lebendig", meint die Gastgeberin, die sich immer wieder neu für diese sichtbaren Spuren der Baugeschichte begeistern kann.
2018 hatte sie das Haus auf einer Online-Immobilienplattform gesehen und sich augenblicklich darin verliebt. „Das Angebot ging wohl gerade in dem Moment online, als ich in dieses Portal geschaut habe, weil ich gerne Richtung Berge ziehen wollte. Ich habe sofort gewusst, dass ich das Haus haben will, obwohl ich es noch gar nicht live gesehen hatte", erzählt die Zahnärztin, die ursprünglich aus Sibirien stammt.
Viktoria Mayers Gäste genießen vom kleinen Balkon aus einen traumhaften Blick auf die historische Klosteranlage St. Mang, den Lech und weiter flussabwärts auf das Füssener Franziskanerkloster. „Hier abends zu sitzen und dem fließenden Wasser zuzuschauen, macht einen ganz leicht und frei", meint Mayer und lächelt. Vor allem die Verbindung von Stadt und Natur gefällt ihr: „Ich mag es zwar ländlich, aber ein bisschen Stadt brauche ich auch und Füssen hat genau die richtige Größe. Ich kann hier einfach zu Fuß ins Restaurant oder Café und in den schönen Läden einkaufen gehen. Deshalb stammt ein Großteil meiner Deko-Objekte aus Füssen und von einem hier beheimateten Künstler habe zwei Stadtansichten malen lassen, die jetzt in der Wohnung hängen."
Kaminofen, Echtholzboden, Fußbodenheizung, Lüftungsanlage, ein schlafförderndes Zirbenholzbett, zwei getrennte Bad- und Toilettenbereiche sowie eine voll ausgestattete Küche mit extra Speisekammer: Die Gäste sind begeistert vom Komfort und der hochwertigen Ausstattung der Ferienwohnung.
Vor allem Naturbegeisterte wissen es zu schätzen, dass sie direkt von der Haustür weg in Richtung Berge, Königsschlösser und entlang des Lechs wandern und Rad fahren können. Auch Mayer und ihr Mann wandern, so oft es geht, auf den Kalvarienberg hinauf, zum Dreiseenblick bei Pinswang oder durch das Faulenbacher Tal zum Alatsee. Ein Faible hat die Gastgeberin nicht nur für die Gipfel rund um Füssen, sondern auch für Hirsche. Die gehören für sie einfach zu den Bergen dazu und finden sich deshalb überall in der Wohnung wieder.
Bevor ihr Mann mit dem gemeinsamen kleinen Sohn wieder aus der Stadt zurück ist, genießt Viktoria Mayer noch ein paar ruhige Minuten mit Blick auf den Lech. Echter, schnörkelloser Luxus.
3. Altbaucharme trifft Moderne:
Es gibt Orte, die fühlen sich überraschend schnell nach Zuhause an, selbst wenn einem der Hausschlüssel dazu nicht wirklich gehört. Bei der Stadtvilla Füssen in der Augsburger Straße ist das so. Die Besitzerin Laura Kössel sieht auf dem kleinen Balkon mit einer Tasse Tee in der Hand so aus, als wäre sie hier selbst daheim. „Unsere Gäste melden uns oft zurück, dass sie sich hier gleich wohlgefühlt haben, und das freut mich natürlich sehr. Ich richte auch alles wirklich so ein, wie ich selbst gerne wohnen würde", erzählt die Gastgeberin.
Ihre Gäste kommen vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus Holland und Frankreich. Mit zwei Schlafräumen und einem Nischennest für Kinder ist die großzügig geschnittene Wohnung ideal für Familien oder andere Urlauber, die mehrere Schlafplätze brauchen.
Die hohen Decken, der alte Holzparkett und die vielen Fenster, die das Sonnenlicht in die Räume lassen - sie zaubern Wohlfühlatmosphäre in die 113 Quadratmeter große Wohnung. Kössel verstärkt das mit schlichten, gemütlichen und zugleich stilvollen Möbeln. „Damit der historische Charme des Altbaus ein paar moderne Akzente bekommt, wollte ich alles etwas bunter und ausgefallener einrichten, so wie eine Stadtvilla eben. Da bin ich manchmal ein bisschen waghalsig."
Dass sie ein Händchen für Inneneinrichtung hat, fällt sofort ins Auge. Nichts wirkt überladen und das von ihr gewünschte "Bunt" entpuppt sich als harmonischer Farbverlauf mit ein paar intensiveren Tupfern je nach Zimmer in Grün und Rosé. „Viele Gäste schätzen genau diesen Style und fragen mich, wer das alles so eingerichtet hat. Auch im Hotel meines Mannes bin ich sozusagen die Chefstylistin für die Zimmer geworden", meint die Gastgeberin und lacht. Die gelernte Versicherungskauffrau hätte Lust, sich auch beruflich ganz mit dem Thema Innenausstattung zu beschäftigen, doch dazu fehlt ihr momentan die Zeit.
Gerahmte Bilder hängen hier nicht an den Wänden, die Fensterausblicke mit Bergpanorama und Häuserdächern sind die lebendige Kulisse, die immer wieder etwas anders aussieht. Kössel stattet die Räume gerne mit Tapeten aus - und hat eine ausgeprägte Vorliebe für Lampen. Deshalb hängen und stehen in jedem Raum gleich mehrere Leuchten, die je nach Tageszeit die Wohnung in eine andere Stimmung tauchen. „Ich mache ganz viel aus dem Bauchgefühl heraus und habe immer neue Ideen im Kopf, aber das mit den Tapeten und Leuchten habe ich definitiv von meiner Mama. Ich fand das schon immer schön. Vor der Renovierung waren hier in der Wohnung Tapeten mit Blumenmustern an den Wänden, aber ich wollte es etwas ruhiger haben. Und die Leuchten schenken ja nicht nur Helligkeit, sondern vor allem viel Wärme."
Das Beamtenhaus von 1908 haben Laura Kössel und ihr Mann vor ein paar Jahren gekauft und saniert, um ein stadtnahes Feriendomizil anbieten zu können. In wenigen Minuten ist man mitten in Füssens Fußgängerzone mit ihren bunten Häuserfassaden, über denen das Hohe Schloss thront - oder in der Natur.
„Ich bin vor neun Jahren von Augsburg nach Füssen gezogen und finde es hier total lebenswert. Die Stadt und ihre Umgebung sind wie so eine kleine Blase am Rande von Deutschland. Unsere Gäste können wandern und Rad fahren und sie sind in acht Minuten zu Fuß am Forggensee zum Baden oder im Festspielhaus, um sich ein Musical anzuschauen. Auch für Familien gibt es hier so viele Möglichkeiten, um einen tollen Urlaub zu verbringen." Ihre Augsburger Freunde würden sie regelmäßig um die vielen Aktivitäten beneiden, die sie hier mit ihren Kindern unternehmen kann.
Im Winter geht Laura Kössel am liebsten zum Schlittschuhlaufen an den Schwansee - mit exklusiven Blick auf die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. „Das ist absolut Prinzessinen-like, einfach genial", schwärmt die Gastgeberin.
Die Stadtvilla Füssen ist definitiv ein wohliges Zuhause auf Zeit: Nah genug dran, um durch die verschlungen Gassen der Stadt zu schlendern und gleichzeitig so persönlich, dass man morgens auf dem kleinen Sonnenbalkon beim Kaffeeschlürfen ganz die Zeit vergisst - und dass man hier leider "nur" im Urlaub ist.
Infomaterial
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