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Das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang in Füssen

Prachtvoll erhebt sich am Hochufer des Lechs die Barockanlage des ehemaligen Benediktinerklosters St. Mang. Seine Geschichte reicht bis in das 8. Jahrhundert zurück, als der Stadtpatron Magnus als Missionar eine Mönchszelle an dieser Stelle gründete. Der Architekt Johann Jakob Herkomer gab der unregelmäßig gewachsenen Klosteranlage schließlich ein zusammenhängendes Gesicht. Heute sind in dem ehemaligen Kloster das Museum der Stadt Füssen, die Stadtverwaltung und die Stadtpfarrkirche St. Mang untergebracht.

Den Glanzpunkt der gesamten Anlage und des Museums bildet der reich stuckierte und freskierte Festsaal, der sogenannte „Kaisersaal“. Er symbolisierte das politische Anliegen der Abtei, die Reichsunmittelbarkeit zu erlangen und Reichsstift zu werden. Heute finden in dem Saal die traditionellen „Kaisersaal-Konzerte“ statt. Er ist zudem beliebtes Ambiente für romantische Trauungen. Außergewöhnlich ist ebenfalls die Klosterbibliothek, die das Museum beherbergt. Der Raum ist oval und eine Öffnung in der Mitte ermöglicht den Blick hinunter in das Refektorium, den Speisesaal der Mönche.

Füssen gilt als die Wiege des gewerbsmäßig betriebenen Lautenbaus in Europa. Wertvolle historische Lauten und Geigen bilden daher einen Schwerpunkt des Städtischen Museums. Weiterer Höhepunkt der Sehenswürdigkeit St. Mang ist die barocke Annakapelle mit dem Füssener Totentanz. Im Jahr 1602 vor dem Hintergrund der am Lech wütenden Pest vollendet, ist er der älteste Totentanzzyklus Bayerns und erinnert eindrucksvoll an die Vergänglichkeit des Lebens.

Bildergalerie Füssener Totentanz:

Die Stadtpfarrkirche ist in der Barockbasilika des Klosters beheimatet. Sie wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts unter Johann Jakob Herkomer erbaut. Im Innern ist die Magnuslegende illustriert. Die Figuren am Hochaltar und der Kanzel sowie in der Magnuskapelle stammen von Anton Sturm, einer der wichtigsten süddeutschen Bildhauer des Barock. Seine Werke finden sich auch in der Wieskirche und im Kaisersaal in Ottobeuren. In der Ostkrypta ist das älteste in Bayern erhaltene Fresko (ca. 980, Reichenauer Schule) zu sehen.

Das ehemalige Kloster St. Mang beherbergt daneben auch die Stadtbibliothek mit rund 21.000 Büchern. Jedes Jahr am zweiten und dritten Adventswochenende verwandelt sich der Klosterhof in ein Weihnachtsmarkt-Wunderland. Die Stände des Weihnachtsmarkts sind den mittelalterlichen Häuserfassaden nachempfunden, als die Stadt noch Zentrum des Lauten- und Geigenbaus war.

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