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Die Geschichte der Füssener Altstadt

Das Dreifuß-Wappen der Stadt FüssenDer Brotmarkt in der Füssener Altstadt in der AbenddämmerungBlick über die Dächer der Füssener AltstadtReichenstraße in der Füssener Altstadt

Füssen im Allgäu erzählt eine mehr als 700-jährige Stadtgeschichte. Die Ursprünge einer Siedlung reichen jedoch bis weit in die Römerzeit hinein, als die „Via Claudia Augusta“ von Norditalien nach Augsburg führte. Auf dem Füssener Schlossberg war im 3. Jahrhundert eine Abteilung der dritten römischen Legion stationiert.

Die Lage Füssens an dieser Nord-Süd-Achse und am Durchbruch des Lechs aus den Alpen, war für die Ausbreitung des christlichen Glaubens bedeutsam. Der St. Gallener Wandermönch Magnus wurde im 8. Jahrhundert dorthin entsandt. Nach seinem Tod zerfiel die Zelle und erst Mitte des 9. Jahrhunderts gründete der Augsburger Bischof hier das Benediktinerkloster St. Mang. Es prägte als religiöser, kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt das Land und seine Bewohner.

Ab 1313 unterstanden Kloster und Stadt, die wohl seit 1286 das Stadtrecht besaß, den Augsburger Bischöfen. Sie bauten das Hohe Schloss zu ihrer Sommerresidenz aus. Im 15. und 16. Jahrhundert entwickelte sich Füssen zu einem wichtigen Handelsplatz. An die Blütezeit, in der auch Kaiser Maximilian I. mit seinem Hofstaat fast 40 Mal in Füssen weilte, erinnern noch heute historische Umzüge in der Altstadt. Füssen gilt als Wiege des gewerbsmäßig betriebenen Lautenbaus, denn 1562 wurde hier die erste Lautenmacherzunft Europas gegründet. Der Geigenbau und der Lautenbau sind noch heute eine lebendige Tradition. Die Stadt betreibt eine Kulturpartnerschaft mit der norditalienischen Geigenbau-Metropole Cremona.

Der Dreißigjährige Krieg beendete die Blütezeit und schnitt tief in die Stadtgeschichte ein. Erst im ausgehenden 19. Jahrhundert erfuhr die Innenstadt wieder einen Aufschwung durch die Gründung der „Mechanischen Seilerwarenfabrik“. Es ist auch die Zeit der Füssener Flößer: Unterhalb der Altstadt und am gegenüberliegenden Südufer lagen damals die Floßländen. Nach Kaiser Maximilian I. traten nun neue Persönlichkeiten auf: die bayerischen Könige Maximilian II. und Ludwig II. Der Bau der Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein bildete die Grundlage für den einsetzenden Tourismus.
 
Der Name Füssen taucht erstmals Ende des 12. Jahrhunderts als Fuzin, Fozen, Fießen, Fuessen auf und bedeutet die Mehrzahl von Fuß. Er wird auch im Wappen bildlich wiedergegeben: Die drei Füße stehen für Füssen. Oft wird die Dreizahl in Beziehung gebracht zu: den drei Tälern (Vils-, Lech- und Faulenbachertal), den drei Haupttoren (Lech-, Ritter- und Kuglertor) oder den drei Hauptstraßen (Lechhalde, Ritter- und Reichenstraße).

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